Fahrgast- und Kundeninformation

Die Kunden erhalten über verschiedene Informationskanäle (u. a. online, mobil und / oder stationär) eine qualitativ hochwertige und konsistente Fahrplaninformation in Echtzeit. Sie werden vor und während der kompletten Reise durch die Informationssysteme begleitet und navigiert.

Die Informationssysteme sind bedienungsfreundlich gestaltet und zeichnen sich durch eine intuitive Nutzerführung aus. Die Kunden werden aktiv und in Echtzeit über Anschlüsse und weitere betriebliche Abläufe zum Reiseverlauf informiert. Dies schließt integrierte, eindeutige Informationen über den Weg zur und von der Haltestelle ein. Eine regionale, bundesweite und europaweite Bereitstellung von ÖPV-Daten findet statt. Es existieren klare Regelungen, wie die Daten bereitgestellt werden, um die Kunden umgehend über Abweichungen im Fahrplan (Störungen etc.) oder über Verfügbarkeiten von Verbindungen zu informieren.

Ziele
  • Bereitstellung eines ÖPV-Datenbestands (oder Datenpools) mit abgestimmten Regeln und
    Schnittstellen sowie Anbindung von Service-Providern („Brokern“) über standardisierte Schnittstellen

Die Umsetzung der Strategie DELFI 2020 durch die Partner innerhalb der DELFI-Organisation wird vorangetrieben und strategische Fragestellungen werden gelöst. Dazu gehört insbesondere die Abstimmung zu den zentralen Aufgaben, die der DELFI-Verein und die Mitglieder zukünftig übernehmen sollen. Zu den zentralen Aufgaben zählen beispielsweise Aufgaben zur Digitalisierung im ÖPV mit der Bündelung von Know-how in einer Organisationseinheit sowie Art und Umfang der Integration von u. a. intermodalen Verkehrsdaten und -informationen in DELFI und deren zentrale Bereitstellung.

Akteure
  • Bund
  • Länder
  • Kommunen
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde

Das ÖPNV-Datenmanagement in den Regionen wird organisatorisch und inhaltlich verbessert, insbesondere hinsichtlich der Haltestellendaten. Dadurch sollen Datenqualität, -aktualität und -umfang gesteigert sowie eine solide Basis geschaffen werden, um die Deutschlandweite Haltestellen-ID (DHID), das zentrale Haltestellenverzeichnis (zHV) und perspektivisch auch die Deutschlandweit eindeutige Fahrt- und Linien ID (DFID, DLID) einer breiten Verwendung zuführen zu können.

Akteure
  • Bund
  • Länder
  • Kommunen
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde

DELFI wird inhaltlich, funktional und technisch weiterentwickelt, um unter anderem den Anforderungen der in Vorbereitung befindlichen delegierten Verordnung der Europäischen Kommission gerecht zu werden. Aktuell umfasst DELFI nur die Beauskunftung von Solldaten. DELFI wird hinsichtlich Intermodalität (z. B. Fernbusse, Flüge, Fährverkehre), Echtzeitinformationen und Tarif ausgebaut. Die Einbindung in europäische Aktivitäten wird
dabei berücksichtigt.

Akteure
  • Bund
  • Länder
  • Kommunen
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde
  • Industrie
Ziele
  • Ausbau erster Stufen für eine flächendeckende Erfassung und Bereitstellung von Echtzeitdaten
  • Verbesserung der Datenqualität und -konsistenz von Echtzeitdaten

Die Architektur und Schnittstellenstandards in der Fahrgastinformation auf Seiten der Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Öffentlichen Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) sowie der Verkehrsunternehmen und -verbünde werden in Richtung der Kunden entwickelt und abgestimmt. Unter Beteiligung
der Verbraucher- und Fahrgastverbände werden Lösungen demonstriert und umgesetzt.
Dabei steht besonders die Qualität der Information (v. a. Vollständigkeit, Konsistenz, Aktualität) im Vordergrund. Die gesamte Prozesskette von der Erfassung der Basisdaten bis hin zur Beauskunftung wird dazu betrachtet.

Akteure
  • Bund
  • Länder
  • Kommunen
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde
  • Industrie
  • Kunden

Mit der Nutzung und Vernetzung von Datendrehscheiben wird die Anzahl der Anbindungen reduziert und die Daten können in einem einheitlichen Format gebündelt an weitere Abnehmer weitergeben werden. Für diese Bündelung müssen die Daten der Lieferanten möglichst in einer standardisierten, homogenen Form bereitgestellt werden. Der hierzu erforderliche Datenaustausch wird ebenso geklärt wie die inhaltliche, technische, administrative und wirtschaftlich praktikable Umsetzung. Hierzu werden Best Practices bereitgestellt und Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Akteure
  • Bund
  • Länder
  • Kommunen
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde
  • Industrie
  • Kunden
Ziele
  • Verbesserung der Fahrtprognosen durch Optimierung des Störfallmanagements aus dem IV und ÖPV
  • Intelligente Vernetzung von bestehenden Plattformen und Systemen im ÖPV und IV

Die zukünftige Rolle des Mobilitätsdatenmarktplatzes (MDM) wird definiert und darüber hinaus die Frage geklärt, wie sich DELFI in der Referenzarchitektur „Multimodale Reiseinformation“ und den darin zu beschreibenden Abläufen bzw. Wertschöpfungsketten wiederfinden kann und soll. Die Bereitstellung über andere Daten- bzw. Broker-Plattformen wird geprüft.

Akteure
  • Bund
  • Länder
  • Kommunen

Ein eindeutiges und einheitliches Rollenverständnis sowie eine ebensolche Rollendefinition in dem übergeordneten Zusammenhang von IV und ÖPV (auch in Richtung nationaler Zugangspunkt) werden definiert und etabliert. Die organisatorischen und ggf. vertraglichen Voraussetzungen (Zuständigkeiten, Ansiedlung der Rolle) werden von den Stakeholdern und Branchenakteuren erarbeitet und beschlossen.

Akteure
  • Bund
  • Länder
  • Kommunen
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde

Um die Kundeninformation zu verbessern, wird ein strukturiertes Störungsmanagement im ÖPV unter Einbeziehung von Daten anderer Verkehrsträger konzipiert. Dies umfasst die Definition von Prozessen und Workflows sowie die Vereinheitlichung des Aufbaus und des Inhalts von Informationen. Damit wird z. B. ein automatisierter und strukturierter Austausch von Ereignissen, Baustellen, Sperrungen und Störungen (Ursache, Störungsdauer) erreicht und die unternehmensübergreifende Kommunikation der Betreiber im ÖPV verbessert.

Akteure
  • Bund
  • Kommunen
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde
  • Industrie

Für die Weiterentwicklung von ÖPV-Prognoseverfahren werden die verschiedenen möglichen Eingangsdaten (z. B. des MIV) auf ihre Wirksamkeit für die Verbesserung der Prognosen und der Prognosequalität hin evaluiert.

Akteure
  • Bund
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde
  • Industrie

Querschnittsmaßnahmen

Ziele
  • Herstellung der Kompatibilität und Vernetzung verschiedener Mobilitätsplattformen mit einer schrittweisen Umsetzung übergreifender Services entlang der Reisekette

  • Aufau von funktionsfähigen und verlässlichen Organisations- und Arbeitsstrukturen zur Bereitstellung von Diensten entlang der Servicekette im ÖPV

Im Ergebnis sollen eine stärkere und zielgerichtete Unterstützung und Förderung von (Aufgabenträgern und) Verkehrsverbünden (VV) und Verkehrsunternehmen (VU) zur Herstellung und Verbesserung der Prozesse entlang der verkehrsmittel- und länderübergreifenden Servicekette (inkl. Kontrollverfahren) entstehen. Dafür ist die Finanzausstattung der Aufgabenträger zu erhöhen.

Weiterhin werden gesetzliche Regelungen und vertragliche Regelwerke (z. B. Verhältnis Aufgabenträger – Verkehrsunternehmen / Verkehrsverbünde) angepasst. Gleichzeitig werden die organisatorischen Weichen gestellt bzw. Voraussetzungen für die verbund- und länderübergreifende digitale Vernetzung über koordinierende Stellen (z.B. Kompetenzcenter) geschaffen. In einem mehrstufigen Prozess werden unter Beteiligung der relevanten Akteure die einzelnen Schritte definiert und begleitet.

Akteure
  • Bund
  • Länder
  • Kommunen
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde

Aktuelle Organisationsstrukturen in den Ländern und Regionen werden untersucht und abgebildet. Die fachlichen und technischen Leistungen, bei denen regionale Stellen unterstützen könnten, werden definiert.
Zwischen den regionalen Koordinierungsstellen und der Bundesebene werden Strukturen geschaffen, um Inhalte, Formate und Qualitäten abzustimmen.

Akteure
  • Bund
  • Länder
  • Kommunen
  • Verkehrsunternehmen und -verbünde